Festung Freies Europa?

Die Universalität der Menschenrechte stellt die Europäische Union vor ein prinzipielles Problem. Einerseits fasst sie ihr Hoheitsgebiet als einen Binnenraum auf, den es gesetzlich vor nachteiligen Einflüssen von außen zu schützen gilt. Andererseits verträgt sich solche Exklusivität nicht mit der kosmopolitischen Auffassung von den Menschenrechten. Die ethischen, rechtlichen und politischen Konflikte entlang dieser Problemlinie manifestieren sich besonders beim Umgang mit Einwanderern, Flüchtlingen und Asylsuchenden. Europa zeigt hier ein scheinbar paradoxes Bild von sich: Im Binnenraum will es die Menschenrechte stärken, seine Außengrenzen schottet es ab. Gibt es politische Alternativen, die dem Ethos der Menschenrechtsdeklaration eher entsprechen und zugleich dem kulturellen Profil, dem sozialen Frieden und den wirtschaftlichen Interessen Europas gerecht werden können? Danach fragt Doris Peschke von der Churches' Commission for Migrants in Europe, Brüssel, in einem Vortrag, der am 23. November ab 19 Uhr im Hörsaal Fo5, Kármán-Auditorium, Eilfschornsteinstraße 15, in Aachen stattfindet. Das Referat ist das zweite in der dreiteiligen Vortragsreihe "Im Fokus: Menschenrechte zwischen Anspruch und Wirklichkeit", die vom Bürgerforum RWTHextern in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Aachen, dem Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen und Amnesty International veranstaltet wird.
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