
,,KI-Fabriken wie HammerHAI werden entscheidend zur Förderung eines deutschen und europäischen Ökosystems für generative KI beitragen und ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit im Bereich KI und die Stärkung der digitalen Souveränität Europas sein", sagt EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen.
Umfassende KI-Ressourcen für Forschung und Industrie
HammerHAI wird KI-optimierte Rechnerinfrastruktur und Services für Branchen wie Mobilität, Maschinenbau, Fertigung sowie für globale Herausforderungen bereitstellen und zielt insbesondere auf Start-ups und KMU in allen Sektoren ab. Die AI Factory berät und unterstützt Entwickler*innen von Anwendungen der künstlichen Intelligenz in allen Phasen des KI-Lebenszyklus und erleichtert den Zugang zu den bestehenden KI-Rechnersystemen der Projektpartner. Ab 2026 wird das HLRS als Teil von HammerHAI im Auftrag der EuroHPC Joint Undertaking einen neuen Supercomputer in Stuttgart betreiben, der für große KI-Anwendungen optimiert ist. Derzeit läuft eine Ausschreibung für das neue System, deren Ergebnis noch in diesem Jahr bekannt gegeben werden soll.,,Ich freue mich sehr, EU-Kommissarin Henna Virkkunen hier am Höchstleistungszentrum der Universität Stuttgart begrüßen zu dürfen, erklärt Peter Middendorf, Rektor der Universität Stuttgart. ,,Ihr Besuch zeigt, wie wichtig der Standort Stuttgart beim Aufbau eines europaweiten KI-Ökosystems ist, dessen Kapazitäten in Zukunft erheblich ausgebaut werden sollen. HammerHAI ist ein Booster für die KI-Infrastruktur in Deutschland und ein zentraler Eckpfeiler für die KI-Infrastruktur in Europa. Damit bringen wir nicht nur die Forschung, sondern auch die Wirtschaft voran."
Die Europäische Union baut derzeit das Modell der AI Factories aus und plant die Einrichtung künftiger ,,Gigafactories" für künstliche Intelligenz. Die AI Gigafactories werden Kapazitäten in extremem Maßstab bieten, die den weltweit größten KI-optimierten Supercomputern ähneln. Die KI-Gigafabriken werden die Entwicklung, das Training und den Einsatz von KI-Modellen und -Anwendungen der nächsten Generation ermöglichen.
76 Interessenbekundungen für die Einrichtung von KI-Gigafabriken in 16 Mitgliedstaaten gingen im Rahmen der Aufforderung zur Interessenbekundung für KI-Gigafabriken ein, die am 20. Juni endete. ,,Diese Welle des Interesses unterstreicht das Engagement Europas, sich als globale Kraft im Bereich der künstlichen Intelligenz zu positionieren, wie es in unserem Aktionsplan ,,KI-Kontinent" dargelegt ist. Wir werden diese Bewerbungen sorgfältig prüfen und zwar vor der offiziellen Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen, die für Ende 2025 geplant ist," erklärt Virkkunen.
,,HammerHAI ist ein wichtiger strategischer Schritt in der Entwicklung des HLRS, da wir bereits seit Jahrzenten nicht nur mit der Wissenschaft, sondern auch mit der Industrie zusammenarbeiten", sagt Bastian Koller, Geschäftsführer des HLRS und Koordinator des HammerHAI-Konsortiums. ,,Seit dem Beginn von HammerHAI haben wir viele Anfragen erhalten und wir freuen uns auf die Erfolgsgeschichten, zu denen diese AI Factory beitragen wird." Wie Koller erläuterte, spielen die existierenden AI Factories eine wichtige Rolle als Grundbaustein für diese künftige Infrastruktur im Extremmaßstab: ,,HammerHAI kann als Inkubator dienen, bevor eine deutsche/europäische Gigafactory aufgebaut und betriebsbereit ist. Wir werden die Nutzer - insbesondere Industrienutzerdabei unterstützen, sich auf dieses neue, größere System vorzubereiten. Nur so werden sie es schnell, effizient und sinnvoll nutzen können, sobald es verfügbar ist."
HammerHAI wird von der Europäischen Kommission, dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur kofinanziert. Die AI-Factory wird vom Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart (HLRS) koordiniert. Weitere Projektpartner sind das Leibniz-Rechenzentrum, das Karlsruher Institut für Technologie, die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen und SICOS BW.



