Erstes Hai-Genom entschlüsselt

Australische Pflugnasenchimären besitzen ein einfacheres Immunsystem als die mei
Australische Pflugnasenchimären besitzen ein einfacheres Immunsystem als die meisten bisher untersuchten Wirbeltiere und liefern erstmals eine Erklärung, warum das Skelett von Knorpelfischen nicht verknöchert. [weniger]
Genom der Australischen Pflugnasenchimäre liefert wichtige Einblicke in Immunität und Knochenbildung. Ein internationales Forscherteam, an dem auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg beteiligt waren, hat das Erbgut der Australischen Pflugnasenchimäre sequenziert und untersucht. Der genetische Vergleich mit Mensch und anderen Wirbeltieren zeigte, dass das Immunsystem dieser Haie deutlich einfacher aufgebaut ist als beim Menschen und weshalb bei Haien das Skelett weitestgehend aus Knorpel besteht und nicht mit der Zeit verknöchert. Australische Pflugnasenchimären besitzen ein einfacheres Immunsystem als die meisten bisher untersuchten Wirbeltiere und liefern erstmals eine Erklärung, warum das Skelett von Knorpelfischen nicht verknöchert. Bei der Erbgut-Analyse stießen die Forscher auf eine Überraschung: Den Haien fehlen bestimmte Typen von Immunzellen aus der Gruppe der T-Helferzellen. Diese Zelltypen galten bislang bei Wirbeltieren als unentbehrlich für die Abwehr von Viren und Bakterien und für die Vermeidung von Autoimmun-Erkrankungen wie Diabetes und Rheuma. Trotz dieser scheinbar primitiveren Form der Immunabwehr können sich Haie während ihres langen Lebens gut gegen Infektionserreger verteidigen.
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