Das Geheimnis teurer Weine
MPIfG Discussion Paper 12/3 Max-Planck-Institut fur Gesellschaftsforschung, Köln Max Planck Institute for the Study of Societies, Cologne June 2012 MPIfG Discussion Paper ISSN 0944-2073 (Print) ISSN 1864-4325 (Internet). Klassifikationssysteme bestimmen über die Preisbildung auf dem Weinmarkt Weingenuss kann teuer werden, und das ist nicht unbedingt nur eine Frage der konsumierten Menge. Manche Flasche kann so viel kosten wie andernorts das komplette Weinregal. "Doch damit befindet sich keineswegs zwangsläufig auch die bessere Qualität im Glas", so der Wirtschaftssoziologe Jens Beckert, Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Anhand der Daten von 1.890 verschiedenen Weinen von 248 Weingütern aus dem Rheingau und aus Rheinhessen untersucht er gemeinsam mit dem Soziologen Jörg Rössel von der Universität Zürich, welche Faktoren bei der Preisbildung auf dem deutschen Weinmarkt eine Rolle spielen. Auch aus soziologischer Sicht lohnt sich der Blick ins Weinglas. Wie die Studie zeigt, verrät die Wahl des Weins viel über das Wesen des Konsums: Offenbar ist der Mensch nicht nur, was er isst, sondern auch, was er trinkt.



