Biokohle im Boden reduziert Treibhausgasemissionen

Von links nach rechts: Pflanzenkohle (Delinat Institut, Schweiz); hochauflösende
Von links nach rechts: Pflanzenkohle (Delinat Institut, Schweiz); hochauflösende elektronenmikroskopische Aufnahme von Pflanzenkohle, Maßstabsbalken 30 Mikrometer; Laborversuch zur Lachgas-Freisetzung ohne (linke Flasche), mit zwei Prozent (mittlere Flasche) und mit zehn Prozent (rechte Flasche) Pflanzenkohle. Fotos: Johannes Harter und Nikolas Hagemann.
Umweltmikrobiologen der Universität Tübingen untersuchen, wie mikrobielle Lebensgemeinschaften die Erzeugung klimaschädlicher Gase verringern können. Durch das Einbringen von Biokohle in landwirtschaftlich genutzte Böden lässt sich die Zusammensetzung und Aktivität der Bodenmikroorganismen so verändern, dass Emissionen des Treibhausgases Distickstoffmonoxid, auch Lachgas genannt, verringert werden. Dies haben die Wissenschaftler Johannes Harter und Hans-Martin Krause unter der Leitung der Umweltund Geomikrobiologen Dr. Sebastian Behrens und Professor Andreas Kappler vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften der Universität Tübingen in Kooperation mit der Universität Hohenheim in einer Studie nachgewiesen. Diese Ergebnisse haben nicht nur eine große Bedeutung für den nachhaltigen, effektiveren Einsatz von Stickstoffdüngern in der Landwirtschaft, sie stellen auch eine Möglichkeit dar, weltweit die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren. Biokohle ist ein Produkt der chemischen Zersetzung organischen Materials unter Luftabschluss bei hohen Temperaturen, dieser Prozess wird auch Pyrolyse genannt. Biokohle unterscheidet sich von Holzkohle hauptsächlich durch ihre Verwendung: Während Holzkohle in der Regel verfeuert wird, findet Biokohle ihre Anwendung als Bodenhilfsstoff in der Landwirtschaft. Lachgas wird im Stickstoffstoffwechsel von Mikroorganismen im Boden produziert, die Emissionen von Distickstoffmonoxid steigen mit dem erhöhten Einsatz von Düngemitteln.
account creation

TO READ THIS ARTICLE, CREATE YOUR ACCOUNT

And extend your reading, free of charge and with no commitment.



Your Benefits

  • Access to all content
  • Receive newsmails for news and jobs
  • Post ads

myScience