Freie Universität Berlin schreibt Margherita-von-Brentano-Preis 2025 aus / Bewerbungsschluss am 15.04.2025

Zu den bisherigen Preisträgerinnen gehören unter anderem das Datenbankprojekt ,,Feminizidmap" (2021), das seit 2019 Tötungsdelikte an Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts dokumentiert. Zuvor waren unter anderem die Mitglieder der Initiative ,,Medical Students for Choice" (2019) ausgezeichnet worden, die sich ehrenamtlich für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung engagieren. Zu den Preisträger*innen zählen auch die Forschungsgruppe ,,Frauen und Flucht" (2017), angesiedelt am Institut für Sozialund Kulturanthropologie der Freien Universität Berlin, und der Arbeitskreis Historische Frauenund Geschlechterforschung e. V (2015) sowie die Berliner Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates (2006).
Der Margherita-von-Brentano-Preis wird seit 1995 von der Freien Universität Berlin vergeben. Seit 2017 wird das Bewerbungsverfahren vom Margherita-von-Brentano-Zentrum organisiert.
Die Namensgeberin des Preises, Margherita von Brentano, promovierte 1948 bei Martin Heidegger und wurde 1971 Professorin am Institut für Philosophie der Freien Universität. Im Jahr 1970 wurde sie als erste Frau in das Amt der Vizepräsidentin der Hochschule gewählt. Margherita von Brentano machte es sich schon zu Beginn der 1960er Jahre zum Anliegen, die berufliche Diskriminierung von Frauen an Universitäten und Forschungseinrichtungen zu überwinden. Sie wirkte auch in anderen gesellschaftlichen Feldern: So setzte sie sich bis zu ihrem Tod im Jahr 1995 für die Errichtung eines Berliner Mahnmals zum Gedenken an die Opfer des Holocaust ein. (cxm)
Das wissenschaftliche Ethos der Freien Universität Berlin wird seit ihrer Gründung im Dezember 1948 von drei Werten bestimmt: Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit.
