Mit Laserlicht zum Röntgenblitz: Mit dem ATLAS-Lasersystem im Laboratory for Extreme Photonics (LEX Photonics) der Ludwig-Maximilians-Universität erzeugen Konstantin Khrennikov und seine Kollegen am Labor für Attosekundenphysik brillantes Röntgenlicht. [weniger]
Mit einer Lichtquelle für harte, brillante Röntgenstrahlung lassen sich kleinste Strukturen in der Materie sichtbar machen. Knochenbrüche, Tumore oder Arteriosklerose - mit Röntgenuntersuchungen spüren Ärzte heute zahlreiche Krankheiten auf. Und künftig könnten Röntgenaufnahmen noch aussagekräftiger werden. Denn Physiker des Labors für Attosekundenphysik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und am Max-Planck-Institut für Quantenoptik stellen jetzt eine neue Methode vor, besonders brillantes Röntgenlicht mit scharf definiertem, aber variablem Wellenlängenspektrum zu erzeugen. Diese Röntgenstrahlung ermöglicht es, Strukturen aufzulösen, die wenig mehr als zehn Mikrometer groß und unterschiedlich zusammengesetzt sind - und zwar nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Biologie und der Materialwissenschaft. Bisher entsteht Röntgenstrahlung der dafür nötigen Qualität nur in einem Synchrotron; für medizinische Anwendungen sind die entsprechenden Geräte jedoch zu groß und zu teuer. Die Forscher des Labors für Attosekundenphysik erzeugen Röntgenlicht, dessen Qualität dem von Synchrotronstrahlung kaum nachsteht, dagegen in einer ungleich kompakteren Anlage.
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