Zellvielfalt im Embryo

Welche Rolle Faktoren bei der Embryonalentwicklung spielen, die nicht die Sequenz, sondern nur die ,,Verpackung" des Erbgutes epigenetisch verändern, zeigt ein Forschungsteam am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik an frühen Embryonen von Mäusen. Sie haben untersucht, wie diese Steuerungsmechanismen zur Bildung unterschiedlicher Gewebe und Organe im wachsenden Embryo beitragen. Innerhalb eines Organismus ist die genetische Information jeder einzelnen Zelle gleich - dennoch entstehen im Lauf der Embryonalentwicklung eine Vielzahl an unterschiedlichen Geweben und Organen. Welche Zellen dabei welche Aufgaben im Körper übernimmt, reguliert ein komplexes Uhrwerk aus Molekülen. Es bestimmt, welches Gen wann und wo aktiv wird. Wichtige Bestandteile dieses Steuerungssystems sind die epigenetischen Regulatoren - Faktoren, die die ,,Verpackung" des Erbgutes modifizieren, die DNA selbst und die darauf kodierten Gene jedoch nicht verändern. Sie versehen Abschnitte des Erbgutfadens mit einer Art Lesesperre und steuern so, auf welche Abschnitte die Zelle wann zugreifen kann.
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