Winzige Fossilien von großer Bedeutung

Wissenschaftler entdeckten in der Nähe des Hönnetals fossile Überreste zweier ne
Wissenschaftler entdeckten in der Nähe des Hönnetals fossile Überreste zweier neuer Säugetiere der Gruppe der Multituberculata (unten links im Bild), die hier vor 125 Millionen Jahren lebten (ältere Darstellung). © LWL&Sibbick
Wissenschaftler entdeckten in der Nähe des Hönnetals fossile Überreste zweier neuer Säugetiere der Gruppe der Multituberculata ( unten links im Bild ), die hier vor 125 Millionen Jahren lebten (ältere Darstellung). LWL&Sibbick Zähne, so zierlich wie die Spitze eines Kugelschreibers, und ein Stück eines Unterkieferknochens, das kleiner als eine Ein-Cent-Münze ist - diese Funde machten die Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zwischen 2002 und 2019 bei Grabungen in einem Steinbruch bei Balve im Hönnetal (Märkischer Kreis). Paläontologen der Universität Bonn untersuchten die Fossilien. Bei der Zusammenschau stellt sich nun heraus: Die 125 Millionen Jahre alten Fossilien sind nicht nur für die Fachleute des LWL-Museums für Naturkunde in Münster eine besondere Entdeckung, sondern der erste Beleg für die Säugetiergruppe der "Multituberculata" aus der Kreidezeit in Deutschland und der erste Nachweis von Säugetieren aus dem Erdmittelalter in Nordrhein-Westfalen überhaupt. Mit dem Fund haben die Fossilien-Forscherinnen zwei neue Gattungen und Arten entdeckt: ,,Bructerodon alatus" und ,,Cheruscodon balvensis" . Multituberculata werden auch "Nagetiere des Mesozoikums" genannt, also Nagetiere des Erdmittelalters. Das Erdmittelalter, das Zeitalter der Dinosaurier, begann vor 252 Millionen Jahren und endete vor 66 Millionen Jahren.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience