
Der Untergrund Westfalens bietet umfassende Einblicke in eine 470 Millionen Jahre zurückliegende Vergangenheit. Seit rund 200 Jahren begeistern sich Forscherinnen und Forscher und Bürgerwissenschaftler für diese Vielfalt. Sie haben der Region mit ihren Funden eine Vielzahl eindrucksvoller Zeugen der Erdgeschichte in Form von Sammlungen geschenkt. In den Ausstellungen der drei Museen wird dieser Schatz für alle bewahrt.
Ein Highlight ist es, der öffentlichkeit die Geschichten über das Auffinden, Erforschen und Ausstellen der Westfälischen Plesiosaurier der öffentlichkeit zu erzählen. In mehreren Vorträgen an den Standorten Münster, Bielefeld, Bünde und Gronau werden Expertinnen und Experten in diesem Jahr unter anderem beleuchten, wie die Fossilien gefunden wurden oder welche Arbeiten nötig waren, um die Knochen aus den harten Gesteinen herauszuarbeiten. Vom ehrenamtlichen Finder im Steinbruch bis zur Präparatorin an der Universität Münster: Die Westfälischen Plesiosaurier haben nicht nur einen wissenschaftlichen Wert, sie sind auch eine Geschichte von Menschen für Menschen.
Informationen zu Plesiosauriern
Vier gleich große Paddel und ein oft langer Hals mit kleinem Kopf: Aus heutiger Sicht wirken die Plesiosaurier, als wären sie ein Sondermodell in der Geschichte des Lebens. Das eigenwillige Aussehen der ausgestorbenen Meeres-Reptilien gilt jedoch als Erfolgsrezept der Evolution. Die Plesiosaurier waren perfekt an das Leben im Wasser angepasst und beherrschten über 135 Millionen Jahre lang die Meere der Erde, parallel zu den Dinosauriern an Land. Trotz zahlreicher Fossilien aus aller Welt rätselt die Wissenschaft weiterhin über diese Tiere: Warum und wann verließen sie das Land in Richtung Meer? Wie konnten einige der Plesiosaurier Hälse mit mehr als 70 Wirbeln bekommen? Wie schnell konnten sich die Schwimmer durch das Wasser bewegen? Die Westfälischen Plesiosaurier sind ein wichtiger Baustein, diesen Fragen wissenschaftlich nachzugehen.




