Werden unsere ,Waffen’ gegen Keime und Pilze schneller wirkungslos?
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Forschungsteam der Freien Universität Berlin und der ETH Zürich untersucht, ob Fungizidund Antibiotika-Resistenzen immer rascher auftreten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben untersucht, wie schnell Resistenzen nach Einführung eines neuen antibiotischen Wirkstoffs oder eines Fungizids auftreten. Jens Rolff, Evolutionsbiologe an der Freien Universität Berlin und Mitautor der Studie, hält den Befund für potenziell alarmierend: Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass Medikamente gegen bakterielle Infektionen oder Pilzerkrankungen in vielen Fällen immer schneller ihre Wirkung verlören. Die evolutionsbiologischen Grundlagen und Ursachen für diese Entwicklung müssten dringend wissenschaftlich ergründet werden mit dem Ziel, gesundheitspolitische Gegenmaßnahmen oder neue Wirkstoffe zu entwickeln. Bereits jetzt sterben Statistiken zufolge EU-weit mehrere zehntausend Menschen jährlich an Infektionen mit antibiotikaresistenten Keimen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der renommierten Fachzeitschrift ,,PLoS Pathogens" publiziert. Vor 80 Jahren wurden Antibiotika zum ersten Mal zur Bekämpfung von bakteriellen Krankheiten eingesetzt - damals eine medizinische Revolution.




