Kannibalen verschonen ihre Verwandten

Das zeigt eine neue Studie von Marlies Oostland und Michael Brecht von der Princeton University und der Humboldt-Universität zu Berlin, die heute in Frontiers of Psychology publiziert wurde. Zudem ergab die Arbeit, dass Kannibalen sich oft erbrechen, wenn sie ihre Opfer essen. Die Autoren schließen daraus, dass eine innere Abscheu dem Verspeisen von Verwandten entgegenwirkt. In modernen Gesellschaften sind kannibalische Morde extrem selten. Trotzdem konnten die Forscher für die Zeit nach 1900 eine Vielzahl solcher Fälle über Publikationen, Internetrecherchen und Expertenbefragungen dokumentieren. Der Datensatz enthält prominente Kannibalen wie Karl Denke, Jeffrey Dahmer, Andrei Chikatilo und Issei Sagawa, aber auch unbekanntere Fälle. Den Datensatz von insgesamt 121 Kannibalen und 631 ihrer Opfer verglichen die Forscher mit Informationen über ,,gewöhnliche" Morde aus FBI-Datenbanken.
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