Angela Stevens ist CiM-Gruppenleiterin in der Angewandten Mathematik am Institut für Analysis und Numerik.
Frau Prof. Stevens, mit welchen wissenschaftlichen Fragen beschäftigen Sie sich aktuell? Als Mathematikerin arbeite ich insbesondere auch mit Biologen zusammen und beschäftige mich mit entwicklungsbiologischen Fragestellungen, die gleichzeitig mathematisch spannend sind. Wir entwickeln mathematische Modelle, also Gleichungen, die im Idealfall Erklärungen oder Vorhersagen für biologische Prozesse liefern. Ein Beispiel ist die Symmetriebrechung zu Beginn jeder Entwicklung. Embryonen sind anfangs nahezu kugelförmig. Mit dem Fortschreiten der Zellteilungen bricht diese dreidimensionale Symmetrie. Es bilden sich Einstülpungen, sogenannte Invaginationen. Wir fragen uns: Wie viel dieser Symmetrieveränderung ist genetisch im Voraus angelegt? Inwieweit entwickelt der Embryo als entwicklungsbiologisches System seine eigene Dynamik, während er größer wird? Um solche nicht linearen Veränderungen in Raum und Zeit zu beschreiben und zu verstehen, ist die Mathematik eine ideale Sprache.
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