Mit Zucker gegen Krankenhauskeime

Süßer Angriffspunkt für therapeutische Antikörper: das Zuckermolekül ,,PS-I
Süßer Angriffspunkt für therapeutische Antikörper: das Zuckermolekül ,,PS-I" von C. difficile ist in seiner dreidimensionalen Form dargestellt (orange: Kohlenstoff; rot: Sauerstoff; weiß: Wasserstoff). [weniger]
Ein künstliches Molekül auf Zuckerbasis aktiviert das Immunsystem und könnte als Impfstoff gegen C. difficile-Bakterien wirken Gegen einen der gefährlichsten Krankenhauskeime könnte es bald einen Impfstoff geben. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kolloidund Grenzflächenforschung in Potsdam und der Freien Universität Berlin haben eine Substanz entwickelt, die eine Immunantwort gegen das Darmbakterium Clostridium difficile auslöst. Der potentielle Impfstoff ähnelt den Zuckerstrukturen auf der Oberfläche des Bakteriums und trainiert daher das Immunsystem darauf, den Erreger zu erkennen. C. difficile befällt einen großen Teil der Patienten in Krankenhäusern und tötet allein in den USA jährlich etwa 15. Menschen. Ärzte können die Infektion mit Antibiotika behandeln, doch der Keim verändert sich ständig und entgeht so immer wieder der Wirkung der Medikamente. Die Ergebnisse der Max-Planck-Forscher können helfen, günstige und effektive Impfstoffe und sogar Medikamente gegen C. difficile zu entwickeln. Süßer Angriffspunkt für therapeutische Antikörper: das Zuckermolekül ,,PS-I" von C. difficile ist in seiner dreidimensionalen Form dargestellt (orange: Kohlenstoff; rot: Sauerstoff; weiß: Wasserstoff).
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