Zellsuspension zum Einatmen ersetzt Operation bei Tier und Mensch
Tübinger Wissenschaftler entwickeln wenig belastende Ersatzmethode zur Transplantation therapeutischer Zellen ins Gehirn - Förderprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Für die Weiterentwicklung eines wenig belastenden Verfahrens zur Stammzellbehandlung von Tier und Mensch erhalten Tübinger Wissenschaftler in einem Verbundprojekt mit Leipziger Forschern rund 700. Euro aus dem Förderprogramm ,,Alternativmethoden zum Tierversuch" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Bei einer Reihe von neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Multipler Sklerose zeigt die Behandlung mit Stammzellen in experimentellen und klinischen Studien vielversprechende Erfolge. Bisher werden die Zellen in Experimenten mit Tieren häufig chirurgisch ins Zentralnervensystem eingebracht, was mit großen Belastungen verbunden ist. Tübinger Wissenschaftler haben vor einigen Jahren eine alternative Methode entwickelt, bei der die Stammzellen ohne Operation über die Nasenschleimhaut verabreicht werden. In dem geförderten Projekt testen Dr. Lusine Danielyan und Professor Matthias Schwab aus der Klinischen Pharmakologie und Dr. Huu Phuc Nguyen vom Institut für Medizinische Genetik und Angewandte Genomik des Universitätsklinikums Tübingen zusammen mit Dr. Alexandra Stolzing von der Universität Leipzig die Vorteile und Grenzen dieser Methode.




