Bakterien auf der frühen Erde sorgten für ihren eigenen Sonnenschutz

Sonnenschutz für eisenoxidierende Bakterien: Diese winzig kleinen Organismen bau
Sonnenschutz für eisenoxidierende Bakterien: Diese winzig kleinen Organismen bauen ihren eigenen Son-nenschirm durch die Bildung von Eisenmineralen bzw. Rost um die Zellen herum und können sich dadurch vor schädlicher UV-Strahlung schützen. Abbildung: Kappler/Gauger/Universität Tübingen
Tübinger Geomikrobiologen testen Wirkung von Eisenmineralen als Abschirmung gegen lebensfeindliche UV-Strahlen. In der frühen Erdatmosphäre ohne schützende Ozonschicht lagerten lichtabhängige eisenoxidierende Bakterien Eisenminerale um sich herum ab, die sie gegen schädliche ultraviolette (UV-)Strahlen abschirmten. So konnten sich die Lebewesen vor drei bis vier Milliarden Jahren in einer rauen Umgebung behaupten. Dies haben die Geomikrobiologen Tina Gauger und Professor Andreas Kappler vom Fachbereich Geowissenschaften der Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit Professor Kurt Konhauser von der kanadischen University of Alberta in Edmonton in Laborexperimenten herausgefunden. Ihre Forschungsergebnisse werden in der Fachzeitschrift Geology veröffentlicht. Unsere Erdatmosphäre besteht heute zu etwa 20 Prozent aus Sauerstoff. Er bildet nicht nur die Lebensgrundlage vieler Organismen, sondern dient auch als Sonnenschutz.
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