Ausgestorbene Säugetiere: Toxodon und Macrauchenia gehören zu den Huftieren
Analysen von fossilem Knochenkollagen zeigen, dass die in Südamerika einheimischen Huftiere eng mit Pferden, Nashörnern und Tapiren verwandt sind und nicht mit Elefanten. Charles Darwin entdeckte vor 180 Jahren in Uruguay und Argentinien als Erster Knochen der in Südamerika heimischen Huftiere Toxodon und Macrauchenia . Ihr genauer Platz im Stammbaum der Säugetiere wurde in Wissenschaftlerkreisen seit langer Zeit heftig debattiert. Ein internationales Forscherteam der Universität York und des Naturkundemuseums in London, des Amerikanischen Naturkundemuseums in New York und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat jetzt das evolutionäre Rätsel um die laut Darwin ,,seltsamsten jemals entdeckten Tiere" gelöst. Es ist den Forschern gelungen, Lebewesen mithilfe von Proteinsequenzen aus dem Pleistozän stammesgeschichtlich einzuordnen - eine technische Meisterleistung, die ein neues Kapitel in der Paläontologie einleiten könnte. Das Natural History Museum und das American Museum of Natural History haben ein Forscherteam damit beauftragt, das Rätsel um die stammesgeschichtliche Einordnung der Fossilien von Toxodon und Macrauchenia , zweier in Südamerika heimischer Huftierarten, zu lösen. Macrauchenia erinnerte äußerlich an ein Kamel und starb vor zehn bis zwanzigtausend Jahren aus. Toxodon wog wohl bis zu zwei Tonnen und glich einer Art Nashorn mit Flusspferdkopf.



