Riesige Mengen Holzkohle enden im Ozean
Die Rückstände von Waldbränden werden aus dem Boden gelöst und über Flüsse ins Meer transportiert. Feuer verwandelt jedes Jahr Millionen Hektar Vegetation in Holzkohle. Dass diese nicht, wie bisher angenommen, im Boden verbleibt, sondern über Flüsse ins Meer gelangt und so dem globalen Kohlenstoffkreislauf zugeführt wird, hat nun ein internationales Forscherteam um Thorsten Dittmar vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen und Rudolf Jaffé von der Florida International University in Miami gezeigt. Die Wissenschaftler hatten aus allen Teilen der Welt Wasserproben analysiert und nachgewiesen, dass Holzkohle zehn Prozent der Gesamtmenge an gelösten organischen Kohlenstoffverbindungen ausmacht. ,,Die meisten Forscher dachten, Holzkohle sei resistent und würde für immer im Boden verbleiben", sagt Rudolf Jaffé von der Florida International University in Miami. ,,Aber wenn das so wäre, wären die Böden schwarz." Holzkohle entsteht nicht nur bei Waldbränden, sondern bleibt auch bei der Nutzung fossiler Brennstoffe als Rückstand übrig. ,,Vom chemischen Standpunkt aus betrachtet hatte niemand erwartet, dass sich Holzkohle in Wasser löst. Doch sie sammelt sich eben nicht unbegrenzt im Boden an", sagt Jaffé.



