Mäuseväter prägen Nachwuchs bei der Partnerwahl

Mäuse kommunizieren im Ultraschall-Bereich miteinander. Dieser
Mäuse kommunizieren im Ultraschall-Bereich miteinander. Dieser "Mausgesang" drückt vor allem bei Männchen Individualität und Verwandtschaft aus. Mäuse, die die gleiche Sprache sprechen, paaren sich später bevorzugt miteinander. [weniger]
Mischlinge aus unterschiedlichen Hausmaus-Populationen paaren sich bevorzugt mit Individuen aus der Ursprungsgruppe des Vaters. Die Partnerwahl ist ein Schlüsselfaktor bei der Entstehung neuer Tierarten. Die Wahl für einen ganz bestimmten Partner kann die evolutionäre Entwicklung einer Art entscheidend beeinflussen. Bei Mäusen wird die Attraktivität des Gegenübers über Geruchsstoffe und akustische Signale im Ultraschallbereich vermittelt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön haben untersucht, ob sich Hausmäuse (Mus musculus) auch dann noch miteinander paaren, wenn sie aus lange voneinander getrennten Populationen stammen. Die Forscher haben dazu Mäuse aus einer deutschen und einer französischen Population zusammengesetzt. Während sich die Mäuse zu Beginn noch querbeet miteinander paarten, zeigten sich die deutsch-französischen Mischlingskinder deutlich wählerischer: Sie kopulierten bevorzugt mit Partnern aus der Stammpopulation des Vaters.
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