Ältester archäologischer Fundplatz Brandenburgs

130. Jahre alte Werkzeuge des Neandertalers im Tagebau Jänschwalde entdeckt - An einem eiszeitlichen Fundplatz im Tagebau Jänschwalde bei Cottbus sind die ältesten Zeugnisse menschlichen Lebens im Gebiet des Landes Brandenburg entdeckt worden. Organisiert wurden die Grabungen vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum in Kooperation mit der Freien Universität Berlin und Vattenfall. In zirka 20 Meter tiefen Erdschichten, die geologisch in das Ende der vorletzten Eiszeit, der sogenannten Saale-Kaltzeit, eingestuft werden können, fanden Archäologen des Brandenburgischen Landesamtes und Paläontologen der Freien Universität Knochen verschiedener Tiere wie Wolf, Pferd, Elch und Bison. Dadurch konnten sie sich zunächst ein Bild von der Lebensumwelt der Urmenschen machen. Außerdem wurden Werkzeuge aus Feuerstein entdeckt: etwa ein Schaber, mit dem die Neandertaler vermutlich Fleischreste vom Fell erbeuteter Tiere abgeschabt haben. Gefunden wurde auch ein Schildkern, ein Stein, mit dem aus Feuerstein Werkzeuge und Waffen hergestellt wurden.
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