Glasschwamm als lebendes Klimaarchiv

11.Jahre alter Tiefseeschwamm gibt Rückschlüsse auf frühere Umweltänderungen im Meer Klimaforscher haben ein neues Archiv historischer Meerestemperaturen erschlossen. Anhand des Skeletts eines Schwamms, der zur Art Monorhaphis chuni gehört und 11.Jahre im Ostchinesischen Meer lebte, fand ein internationales Forscherteam um Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie heraus, dass sich die Temperatur in der Tiefsee in den letzten Jahrtausenden mehrmals veränderte. Wie Isotopen- und Elementanalysen ergaben, stieg die Meerwassertemperatur in der Umgebung des Schwamms mindestens einmal von knapp zwei Grad Celsius auf sechs bis zehn Grad Celsius an. Diese Temperaturveränderungen waren bisher nicht bekannt und sind auf Ausbrüche von Meeresvulkanen zurückzuführen. In der Tiefsee wimmelt es von unbekannten Lebewesen, dass aber eines so lange lebt, dass man an einem Exemplar über mehrere Tausend Jahre Klimaveränderungen verfolgen kann, ist neu. Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz ermittelten jetzt das Alter eines mehr als zwei Meter langen und ein Zentimeter dicken Glasschwamms auf etwa 11.Jahre. Er zählt somit zu den langlebigsten Lebewesen, die zurzeit existieren.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience