Vorgeschichte einer Sprache lenkt ihre Entwicklung

Mehr als ein Sprung nach links - Eine Gedächtnisstudie zu Tanzbewegungen entdeckt grundsätzliche interkulturelle Unterschiede Wir Menschen sprechen nicht nur gerne und viel, wir tun dies auch auf unterschiedlichste Weise: Rund 6000 Sprachen werden heute auf der Erde gesprochen. Wie sich diese Fülle an Ausdrucksweisen entwickelt hat, ist jedoch bis heute größtenteils ein Rätsel. Eine Forschergruppe am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen, Niederlande, hat nun herausgefunden, dass die Evolution der Worstellung im Satz bei Sprachen aus verschiedenen Sprachfamilien unterschiedlich verläuft. Dies widerspricht der gängigen Lehrmeinung, wonach sich die Wortstellung nach universellen, auf alle Sprachen anwendbaren Regeln entwickelt. Die Forscher schließen daraus, dass Sprachen nicht in erster Linie angeborenen Regeln der Sprachverarbeitung im Gehirn folgen. Vielmehr wird die Satzstruktur einer Sprache entscheidend von ihrer Vorgeschichte bestimmt. Linguisten wollen verstehen, wie die Sprachvielfalt entstanden ist und welchen Zwängen die Evolution von Sprache unterliegt.
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