Forscher entwickeln gläsernes Rückenmark
Neue Methode macht Gewebe durchsichtig. Bei Verletzungen des Rückenmarks können die langen Zellfortsätze der Nervenzellen, die Axone, durchtrennt werden. Schon lange untersuchen Wissenschaftler, ob und wie diese Axone zum erneuten Auswachsen angeregt werden können. Die Veränderungen, die sie dabei beobachten, finden im Maßstab von wenigen Millimetern statt. Um diese sichtbar zu machen, wird der zu untersuchende Bereich bisher in kleine Scheiben geschnitten und diese dann unter dem Mikroskop betrachtet. Die zweidimensionalen Schnitte bieten jedoch nur ein sehr vages Bild von der räumlichen Lage und dem Verlauf der Zellen. Nun haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried mit einem internationalen Team eine neue Methode entwickelt, mit der einzelne Nervenzellen im intakten Gewebe untersucht und dreidimensional dargestellt werden können.



