Alterskriminalität: Trau Keinem über 30
Trau Keinem über 30 - die Ergebnisse eines Forschungsprojekts der kriminologischen Abteilung des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg rücken den alten Sponti-Spruch in ein ganz neues Licht. Senioren sitzen alkoholisiert hinterm Steuer, begehen Vermögens- oder Betrugsdelikte, mogeln bei der Steuererklärung oder betrügen ihre Versicherung, fahren schwarz und stehlen. "Kriminelles Verhalten ist auch unter älteren Menschen keine Seltenheit", fasst die Soziologin Franziska Kunz das Ergebnis ihrer Studie zusammen, bei der sie 2000 Frauen und Männer zwischen 49 und 81 Jahren aus der Region Südbaden anonym nach ihren Straftaten per Post befragte. Für ihre Feldstudie hatte die Soziologin einen Fragebogen ausgearbeitet, der 14 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten vorwiegend aus dem Bereich der Massendelikte umfasste. Darunter Schwarzfahren, Betrug, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Raub und Erpressung. Anhand dieser Daten konnte sie die Verteilungsmuster bestimmter Straftaten mit Blick auf Alter und Geschlecht ermitteln. Insgesamt zeigte die Studie, dass ältere Menschen vorwiegend Betrugs- und Vermögensdelikte begehen.



