Universität Tübingen baut Forschungsstelle Rechtsextremismus auf
Die Universität Tübingen wird im Auftrag des Landes Baden-Württemberg eine Forschungsstelle Rechtsextremismus aufbauen. ,,Unser Ziel ist die Stärkung gesellschaftlicher und staatlicher Strukturen gegen rechtsextreme Ideologien und Praktiken mithilfe der Forschung", sagte der Dekan der Wirtschaftsund Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Professor Ansgar Thiel, am Dienstag in Tübingen. ,,Wir wollen dabei sowohl die Entstehung und Verbreitung rechtsextremer Einstellungen und Praktiken erforschen, als auch die jeweils aktuellen Bedrohungspotentiale für die offene Gesellschaft identifizieren." Zusätzlich finanziert die Universität eine Juniorprofessur zur Erforschung von Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Dazu kommen weitere Stellen für wissenschaftliche sowie unterstützende Aufgaben. Das Land finanziert die Forschungsstelle mit insgesamt 1,2 Millionen Euro pro Jahr. Darüber hinaus soll die neue Einrichtung Drittmittel für einzelne Forschungsprojekte einwerben. Die Forschungsstelle wird eng mit der Karlsruher Dokumentationsstelle Rechtsextremismus zusammenarbeiten, deren Einrichtung von der baden-württembergischen Landesregierung bereits 2020 beschlossen worden war.



