Gebrochene Herzen heilen

(UKJ/me). Heute  ist Valentinstag. Während die Herzen bei den einen höherschlagen, haben andere vielleicht gerade negative Emotionen zu bewältigen, sind im wahrsten Sinne des Wortes heart-broken oder leiden sogar körperlich unter dem Broken-Heart-Syndrom. Denn das ist eine echte Gefahr fürs Herz und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, weiß Paul Christian Schulze, Direktor der Klinik für Innere Medizin I (Kardiologie). Ein Broken-Heart-Syndrom kommt aus heiterem Himmel. Starke emotionale Erlebnisse wie ein Trauerfall können es auslösen. In manchen Fällen reicht schon schlimmer Liebeskummer. Eine wahre Flut an Stresshormonen schränkt unsere Herzfunktion ein. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, warum wissen wir noch nicht. " In der Jenaer Kardiologie werden jährlich eine Reihe von Patientinnen und Patienten mit verschiedenen Symptomen des Broken-Heart-Syndroms behandelt. Das Tückische ist laut Prof. Schulze, dass Muskelgewebe, die Reizleitung und Blutgefäße normal wirken, aber die Funktion gestört ist. Klarheit verschaffe die moderne Herzbildgebung. In der Angiographie zeigt sich eine typische Tintenfischform. Daher heißt das Broken-Heart-Syndrom auch Tako-Tsubo-Kardiomyopathie. " Prof. Schulze rät beim Verdacht auf eine solche Herzerkrankung immer eine Spezialklinik aufzusuchen. Die Symptome gleichen denen des Herzinfarkts. Brustenge, Herzschmerz, Atemnot und Schwindelgefühl sind Symptome. Deshalb kann ein Broken-Heart-Syndrom auf den ersten Blick mit einem Herzinfarkt oder einer akuten Herzschwäche verwechselt werden. Kann ein Broken-Heart so lebensbedrohlich wie ein Herzinfarkt sein?
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