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»Wie veränderungsbereit ist Deutschland?« So lautet das Schwerpunktthema des Deutschland-Monitors 2025, der gerade erschienen ist. Im Mittelpunkt der Studie, die vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Jena mitherausgegeben wird, steht dabei sowohl die allgemeine gesellschaftliche Veränderungsbereitschaft als auch die in spezifischen Politikfeldern. Analysiert wurde unter anderem, ob Veränderungen als zu umfassend, zu schnell oder zu tiefgreifend empfunden werden bzw. ob sie eher als Chance oder Risiko wahrgenommen werden.
Zudem wurde untersucht, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit Bürgerinnen und Bürger bereit sind, gesellschaftliche Veränderungen mitzutragen oder auch aktiv mitzugestalten. Darüber hinaus erhebt und untersucht der Deutschland-Monitor wie in jedem Jahr zentrale, in der Sozialund Politikwissenschaft etablierte Einstellungskonzepte wie Demokratiezufriedenheit, Vertrauen in politische Institutionen oder populistische Einstellungen.
Darüber hinaus werden gesellschaftliche Einstellungen, etwa zum sozialen Zusammenhalt sowie zur individuellen Lebenszufriedenheit erfasst. Die Befunde des aktuellen Deutschland-Monitors basieren auf drei eng miteinander verknüpften Erhebungsformaten: einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, einer regionalen Vertiefungsstudie in strukturstarken und strukturschwachen Kreisen Ostund Westdeutschlands sowie Fokusgruppendiskussionen.
Ausgewählte Kernbefunde
- Es gibt keine generelle Veränderungsmüdigkeit.
- Ost und West zeigen insgesamt hohe Ähnlichkeiten.
- Allgemeine Veränderungsbereitschaft prägt Einstellungen in einzelnen Politikfeldern.
- Zumutungen werden überwiegend als tragbar bewertet - Ausnahme: Rente.
- Zuversicht stärkt Veränderungsbereitschaft.
- Sicherheit und Fairness erhöhen die Akzeptanz von Wandel.
- Demokratie gilt grundsätzlich als transformationsfähig.
- Demokratie ist beliebt, die Umsetzung jedoch umstritten.
- Populismus verstärkt Demokratieskepsis.
- Lebenszufriedenheit ist überwiegend sozial geprägt.
- Regionale Prägungen und Unterschiede zeigen sich vor allem im Osten.
- Das nahe Umfeld wird deutlich besser bewertet als »die Gesellschaft insgesamt«.
Hintergrund
Der Deutschland-Monitor ist eine neu entwickelte, jährlich erhobene, wissenschaftliche Studie zu politischen Einstellungen und gesellschaftlichen Stimmungslagen in Deutschland. Die Studie wird von einem Konsortium von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Zentrum für Sozialforschung Halle (ZSH), dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Jena und dem GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Mannheim erstellt.



