Winziges Objekt, große Waage: Klaus Blaum steht vor Shiptrap - mit dieser Apparatur bestimmen er und seine Kollegen die Masse schwerer Atomkerne. [weniger]
Messungen des Schaleneffekts in Atomkernen tragen dazu bei herauszufinden, ab welcher Masse extrem schwere künstliche Elemente nicht mehr zerfallen. Das schwerste Element der Erde ist Uran mit der Ordnungszahl 92 im Periodensystem. Superschwere Elemente bis zur Nummer 118 sind zwar schon künstlich erzeugt worden, doch ihre Atomkerne zerplatzen schnell. Dank eines subtilen Quanteneffekts könnten allerdings noch schwerere Atomkerne jenseits Element 120 jahrelang existieren. Nach dieser mutmaßlichen ,,Insel der Stabilität" sucht die Physik schon lange. Ein internationales Team, darunter Klaus Blaums Gruppe vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg, ist dabei jetzt einen entscheidenden Schritt weitergekommen. In einem spektakulären Präzisionsexperiment am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt konnte die Kooperation erstmals die Stärke der Schalenstabilität in schweren Kernen mit 152 Neutronen messen.
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