Ein Algorithmus der Universität Stuttgart ermittelt, wann Kontaktbeschränkungen in welchem Maß notwendig sind. [Bild: In Anlehnung an Giordano et al., 2020.]
Ein Algorithmus der Universität Stuttgart ermittelt, wann Kontaktbeschränkungen in welchem Maß notwendig sind. Bild: In Anlehnung an Giordano et al. Um die Rate der Neuinfektionen bei der Covid-19 Epidemie klein zu halten und gleichzeitig die Negativ-Folgen auf das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben zu begrenzen, sollten Schutzmaßnahmen adaptiv an die jeweiligen Fallzahlen angepasst werden. Doch welche Verbote sind nötig, welche Lockerungen möglich? Dies ist aufgrund der unsicheren und dynamischen Datenlage sowie der Komplexität des Infektionsgeschehens und der Maßnahmen schwer abzuschätzen. Forschende der Universität Stuttgart haben nun ein Rechenmodell entwickelt, mit dem sich adaptive Maßnahmen bei Unsicherheit deutlich zuverlässiger bestimmen lassen. In einem gerade veröffentlichten Aufsatz analysieren Forschende um Prof. Frank Allgöwer, Leiter des Instituts für Systemtheorie und Regelungstechnik der Universität Stuttgart, Wissenschaftler im Forschungsverbund Cyber Valley sowie stellvertretender Direktor und Sprecher des Exzellenzclusters EXC 2075 ,,Daten-Integrierte Simulationswissenschaft", die Covid-19 Epidemie in Deutschland unter der Anwendung von regelungstechnischen Methoden. Die Gruppe entwickelt Strategien, die Auskunft darüber geben, wann Kontaktbeschränkungen in welchem Maße notwendig sind.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.