Keramik zum Falten

Geschichtetes Keramik-Papier: In den Aufnahmen eine Rasterelektronenmikroskops s
Geschichtetes Keramik-Papier: In den Aufnahmen eine Rasterelektronenmikroskops sind die übereinander gestapelten Lagen des Verbundmaterials aus Vanadiumpentoxid und Wasser zu erkennen. Das Material ist so elastisch und bruchfest, dass es sich knicken lässt (rechts). [weniger]
Ob Muschelschalen, Seeigelstacheln, Kalkskelette, Knochen oder Zähne - lebende Organismen erschaffen eine Vielfalt an harten und festen Strukturen. Solche Biomineralien erforschen Stuttgarter Forscher, um neue keramische Werkstoffe zu entwickeln, die sich im Becherglas herstellen lassen. Eine raffinierte Nanostruktur macht ein hauchdünnes Papier aus elektrisch leitenden Vanadiumoxidfasern bruchfest und biegsam Was Stuttgarter Forscher jetzt mit einer Keramik machen, würde gewöhnlich in einem Scherbenhaufen enden. Die Wissenschaftler haben erstmals ein Papier aus einer Vanadiumpentoxid-Keramik hergestellt, das so fest ist wie Kupfer und so biegsam, dass sie es rollen und falten können. Von üblichen Keramiken unterscheidet sich das Material zudem, weil es elektrischen Strom leitet. Die Wissenschaftler der Universität Stuttgart, des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung stellten die Keramikblätter in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützten Projekt auf denkbar einfache Weise aus leitfähigen Nanofasern von Vanadiumpentoxid her. Seine besonderen mechanischen Eigenschaften verdankt das Keramik-Papier seiner Struktur, die der von Perlmutt ähnelt.
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