Wie manche Organismen im Wasser den überlebenswichtigen Weg nach oben finden - hier symbolisch von unten dargestellt -, war bislang ein Rätsel. Wie ein internationales Forscherteam jetzt herausgefunden hat, könnte allein ihre asymmetrische Form die Einzeller befähigen, stabil nach oben zu schwimmen. [weniger]
Dank ihrer asymmetrischen Form schwimmen manche Mikroorganismen von selbst zur Wasseroberfläche. Hinauf zur Sonne, zum Futter: Für viele im Wasser lebende Mikroorganismen ist es lebenswichtig, gezielt nach oben schwimmen zu können. Wie sie aber im oft trüben Nass oben und unten unterscheiden können, ist bei einigen Organismen bis heute nicht verstanden. Zuverlässig funktionieren würde ein verblüffend einfacher physikalischer Trick, bei dem es zum selbstorganisierten Ausgleich zweier Kräfte kommt. Das hat nun eine internationale Kooperation um Clemens Bechinger vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und der Universität in Stuttgart gezeigt. Ihre Entdeckung liefert nicht allein eine elegante, mögliche Erklärung des natürlichen Verhaltens, das Gravitaxis genannt wird. Damit ließen sich in Zukunft auch schwimmende Mikroroboterschwärme selbstorganisiert steuern.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.