HIV: Erbgut-Schmuggel in den Zellkern

- EN- DE
Die künstlerische Darstellung zeigt, wie das HIV-Kapsid die geleeartige Permeabi
Die künstlerische Darstellung zeigt, wie das HIV-Kapsid die geleeartige Permeabilitätsbarriere einer Kernpore durchdringt. Um sein Genom durch diese Verteidigungslinie in den Zellkern zu schmuggeln, hat es sich zu einem molekularen Transporter entwickelt. © MPI f. Multidisziplinäre Naturwissenschaften/ Johannes Pauly
Die künstlerische Darstellung zeigt, wie das HIV-Kapsid die geleeartige Permeabilitätsbarriere einer Kernpore durchdringt. Um sein Genom durch diese Verteidigungslinie in den Zellkern zu schmuggeln, hat es sich zu einem molekularen Transporter entwickelt. MPI f. Multidisziplinäre Naturwissenschaften/ Johannes Pauly Über eine Million Menschen stecken sich jährlich mit dem AIDS-Virus HIV an. Um eine Wirtszelle zu infizieren und sich zu vermehren, muss das Virus sein Erbgut in den Zellkern schleusen und in ein Chromosom einbauen. Teams um Dirk Görlich am Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften und Thomas Schwartz am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben jetzt entdeckt, dass sich das Kapsid des Virus zu einem molekularen Transporter entwickelt hat. Dieser kann eine zentrale Verteidigungslinie des Zellkerns direkt durchqueren, die sonst vor eindringenden Viren schützt. Für die anti-viralen Sensoren im Zytoplasma bleibt das HIV-Genom bei diesem Schmuggel quasi unsichtbar.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience