Kein Fortschritt ohne Frost

Für Chemielaborantin Julia Diecker sind frostige Temperaturen von großer Bedeutu
Für Chemielaborantin Julia Diecker sind frostige Temperaturen von großer Bedeutung. Im Institut für Biochemie werden mehrere hundert Zellkulturen in Plastikröhrchen bei bis zu -196 Grad Celsius gelagert.© WWU - MünsterView
Wer mehr über unser aller Materie wissen will, der kommt an den Bausteinen aller festen, flüssigen und gasförmigen Stoffe nicht vorbei - also an den Atomen. Problem Nummer eins: Atome sind naturgemäß klein, mit 0,0000000001 Metern sogar sehr klein. Zum Vergleich müsste man ein DIN-A4-Blatt 32 Mal der Breite nach in zwei Hälften reißen, um einzelne Atome zu erzeugen. Diesem Problem begegnen Wissenschaftler beispielsweise mit Rasterkraftmikroskopen, mit denen sie immerhin die Atomhülle darstellen können. Problem Nummer zwei besteht darin, dass Atome einfach nicht stillhalten, sie sind in ständiger "Brownscher Bewegung" - benannt nach der entsprechenden Entdeckung durch den schottischen Botaniker Robert Brown im Jahr 1827. Doch auch dafür haben Wissenschaftler eine Lösung gefunden: Sie versetzen Atome mithilfe von flüssigem Helium in die Nähe des "absoluten Nullpunkts", also der physikalisch tiefst möglichen Temperatur von -273,15 Grad Celsius beziehungsweise 0 Kelvin. Die Atome werden in den Stillstand schockgefroren - beim absoluten Nullpunkt ist die kinetische Energie der Teilchen gleich null.
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