Hochempfindliche Methode zum Nachweis von Ionen-Paaren in wässriger Lösung
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weisen erstmals speziellen nicht-lokalen Elektronentransfer-Prozess in Wasser nach. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, der Freien Universität Berlin, der Universität Heidelberg und der Universität für Chemie und Technologie Prag haben einen zuvor nur theoretisch vorhergesagten, speziellen Elektronentransfer in einer wässrigen Salz-Lösung experimentell nachgewiesen. Ihnen gelang es, den sogenannten Electron-Transfer Mediated Decay (ETMD) zu belegen. 'Der ETMD ist ein Zerfallskanal, der entsteht, wenn ein Rumpfloch in einem Molekül von einem Elektron eines benachbarten Moleküls gefüllt wird. Die dabei freiwerdende Energie wird dann zur Ionisation dieses oder eines weiteren Nachbarmoleküls verwendet', erklärt Emad Flear Aziz von der Freien Universität Berlin. Von den Ergebnissen erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine extrem sensitive Methode zum Nachweis von Ionenpaaren in Lösungen. Die Ergebnisse der Untersuchung waren Teil der Doktorarbeit von Isaak Unger am Fachbereich Physik der Freien Universität Berlin, die von Emad Flear Aziz betreut wurde.




