Der Staub, der aus dem Weltall kommt

Forscher werten Messungen der Raumsonde Ulysses an interstellarem Staub aus. Als die Sonnensonde Ulysses 1990 auf ihre 19 Jahre währende Erkundungstour aufbrach, richteten die beteiligten Forscher ihr Augenmerk nicht nur auf unser Zentralgestirn, sondern auch auf deutlich kleinere Objekte: interstellare Staubteilchen, die aus den Tiefen des Weltalls ins Sonnensystem vordringen. Als erste Mission hatte Ulysses unter anderem das Ziel, mit seinem Staubdetektor die winzigen Fremdlinge direkt zu vermessen, und spürte mehr als 900 von ihnen auf. Eine umfassende Analyse dieses bisher größten Datensatzes interstellarer Staubteilchen legen Wissenschaftler unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen und des International Space Science Institute in Bern vor. Ihre Bilanz: Im Einflussbereich der Sonne können sich Flugrichtung und -geschwindigkeit der Teilchen stärker ändern als bisher gedacht. Winzlinge im Blick: Eines der Ziele der Raumsonde Ulysses war es, interstellare Staubteilchen, die ins Sonnensystem vordringen, zu vermessen. Unaufhörlich bewegt sich unser Sonnensystem durch die Milchstraße.
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