Im Zentrum der Milchstraße: Das detailreiche Bild der Gaswolke G2 vom April 2014 wurde mit dem SINFONI-Instrument am Very Large Telescope aufgenommen. Der rote Teil der Wolke nähert sich dem vier Millionen Sonnenmassen schweren schwarzen Loch (Kreuz) mit einer Geschwindigkeit von einigen tausend Kilometern pro Sekunde. Der blaue Teil hat bereits den kürzesten Abstand zum Massemonster passiert und entfernt sich wieder von ihm. Die ursprünglich sphärische Gaswolke wurde durch das starke Gravitationsfeld des schwarzen Lochs um einen Faktor 50 in ihrer Bewegungsrichtung gestreckt. Ihre Größe (vom roten bis zum blauen Teil der Wolke) entspricht nun dem 900-fachen Abstand der Erde von der Sonne. Die durchgezogene Linie zeigt die Umlaufbahn der Gaswolke. Die gestrichelte Linie verdeutlicht den Orbit des Sterns (S2), der bisher am besten vermessen wurde. Ebenfalls markiert sind die Positionen der benachbarten Sterne. [weniger]
Max-Planck-Forscher entdecken, dass zwei Wolken zum selben Komplex gehören Eine gigantische Gaswolke umläuft das galaktische Zentrum. Dieses G2 genannte Objekt war bereits im Jahr 2011 entdeckt worden. Zunächst war man davon ausgegangen, dass sich innerhalb von G2 ein Stern verbirgt, der möglicherweise vom schwarzen Loch im Herzen der Milchstraße verschluckt würde. Tatsächlich scheint es im Innern der Wolke keinen Stern zu geben. Mehr noch: Astronomen um Stefan Gillessen vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching haben jetzt herausgefunden, dass die Umlaufbahn von G2 derjenigen einer anderen, schon vor zehn Jahren beobachteten Gaswolke entspricht. G2 wäre demnach Teil eines viel größeren Komplexes. Im Zentrum der Milchstraße: Das detailreiche Bild der Gaswolke G2 vom April 2014 wurde mit dem SINFONI-Instrument am Very Large Telescope aufgenommen.
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