Bei Schimpansen sind Jagd und Fleischkonsum Männersache

Max-Planck-Forscher bestätigen Freilandbeobachtungen zum Jagdverhalten und Fleischkonsum erwachsener männlicher Schimpansen mittels Isotopenanalyse. Der regelmäßige Fleischgenuss ist nicht nur für menschliche Primaten charakteristisch. Das zeigten Freilandbeobachtungen unserer nächsten lebenden Verwandten, der Schimpansen, die Wirbeltiere jagen und ihre Beute verspeisen. Welchen Stellenwert Fleisch auf dem Speiseplan der Tiere einnimmt, ist jedoch größtenteils noch ungeklärt, denn Verhaltensbeobachtungen allein können den Fleischkonsum nicht beziffern. Ein interdisziplinäres Forscherteam vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig analysierte jetzt stabile Isotope aus den Haaren und Knochen wilder Schimpansen und verglich das Ergebnis mit den Verhaltensbeobachtungen: Jagd und Fleischkonsum sind bei Schimpansen Männersache. Diese Ergebnisse bestätigen Belege aus Freilandbeobachtungen im Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste. Die Forscher untersuchten ein breites Spektrum an Umweltproben aus dem Taï-Nationalpark und ermittelten zunächst die isotopischen Basisdaten, um sich einen Überblick über die chemische Zusammensetzung des Lebensraums der Schimpansen zu verschaffen.
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