Von Mäusen und Menschen
Wissenschaftler des Exzellenzclusters NeuroCure charakterisieren neues Autismus-Gen. Fehlfunktionen einzelner Proteine können Störungen an neuronalen Kontaktstellen verursachen, die zu autistischen Verhaltensweisen führen - zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie im Fachjournal Nature nach der Untersuchung an genetisch veränderten Mäusen. Die Studie, an der Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Fakultät von Freier Universität und Humboldt-Universität, sowie des Exzellenzclusters NeuroCure beteiligt waren, stützt damit die Hypothese, dass Störungen an neuronalen Kontaktstellen, den Synapsen, Ursache für die Entwicklung von neuropsychiatrischen Erkrankungen wie Autismus sein können. Das internationale Forscherteam, zu dem auch Wissenschaftler der Universität Ulm und des Pariser Institut Pasteur gehören, schreibt dabei den erregenden Synapsen eine Schlüsselrolle zu. Diese Erkenntnis könnte ein wichtiger Baustein für künftige Autismus-Therapien sein. NeuroCure ist einer von insgesamt vier Exzellenzclustern, die von der Freien Universität getragen werden oder an denen die Universität beteiligt ist. Nervenzellen kommunizieren per Signalübertragung an synaptischen Kontaktstellen miteinander.



