Leben ohne das ,,Neurobeach"-Protein

Wissenschaftler der Freien Universität Berlin haben durch Versuche am Gehirn der Taufliege Drosophila die Erforschung von Hirnfunktionen und Krankheiten bei Menschen vorangebracht. Den Neurowissenschaftlern der Emmy-Noether-Forschungsgruppe ,,Biologische Gedächtnissysteme" an der Freien Universität gelang es unter der Leitung von Martin Schwärzel, Fliegen ohne die sogenannten Neurobeach-Proteine zu züchten - Proteine, die unter anderem die Entwicklung und Funktion des Gehirns bei Tieren wie Menschen beeinflussen. Die Ergebnisse wurden in der jüngsten Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift ,,The Journal of Neurosciences" veröffentlicht. In Zukunft könnten solche Tiermodelle für das Verständnis bestimmter Erkrankungen bei Menschen von besonderer Bedeutung sein, etwa bei Autismus. An der Studie waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hohenheim und der belgischen Katholieke Universiteit Leuven beteiligt. Bislang fehlten geeignete Tiermodelle, um die Bedeutung der Neurobeach-Proteine für die Funktionen des Nervensystems zu verstehen, etwa bei der Gedächtnisbildung. Mäusen ohne das Neurobeach-Protein sterben kurz nach der Geburt - Taufliegen dagegen sind auch ohne Neurobeach quicklebendig.
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