Mitläufer fördern die Demokratie

Die Mehrheit kann davon profitieren, wenn Individuen nicht informiert sind. Ob in einem Fischschwarm oder in einer menschlichen Gesellschaft: Soziale Lebewesen müssen gemeinsam Entscheidungen treffen. Nicht immer setzt sich dabei die Mehrheit durch. In manchen Fällen gelingt es einer zielstrebigen kleinen Gruppe, die ganze Gemeinschaft in ihrem Sinne zu beeinflussen. Ein Forscherteam unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Physik komplexer Systeme in Dresden hat anhand von Computermodellen und Verhaltensstudien an Fischen herausgefunden, dass uninformierte Individuen die Entscheidung einer Mehrheit unterstützen und verhindern können, dass sich eine besonders entschlossene Minderheit durchsetzt. Für eine demokratische Gesellschaft bedeutet dies, dass unentschlossene Individuen nicht zwangsläufig eine Gefahr für die demokratische Willensbildung darstellen, sondern sie vor der Dominanz einer kleinen, aber willensstarken Gruppe schützen können. Die Geschichte hält viele Beispiele dafür parat, wie es einer Handvoll Entschlossener oder sogar einzelnen Individuen gelungen ist, ganze Gesellschaften hinter sich zu versammeln und zu lenken.
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