Hohle Fels 2010. Zwei bemalte Steine mit parallelen Punktreihen.
Sonderausstellung der Universität Tübingen präsentiert erstmals wichtige Belege für eiszeitliche Malerei in Mitteleuropa. Wissenschaftler der Universität Tübingen präsentieren die bislang älteste Tradition von Malerei in Mitteleuropa. Ausgrabungen der Universität Tü-bingen haben in der Höhle Hohle Fels auf der Schwäbischen Alb in den letzten beiden Jahren wichtige neue Nachweise für 15.Jahre alte Malerei erbracht, die am Ende der letzten Eiszeit geschaffen wurde. Diese Epoche nennt man Magdalénien und sie ist nach dem Fundort La Madeleine in Frankreich benannt. Drei der neuen Malereien zeigen Doppelreihen roter Punkte auf Kalksteingeröllen, ein weiteres bemaltes Fragment könnte von der Höhlenwand stammen. Es handelt sich bei diesen Funden um die ersten Entdeckungen bemalter Steine seit 1998, als ebenfalls im Hohle Fels vom Archäologenteam des Tübinger Urgeschichtlers Nicholas Conard ein einzelner bemalter Stein angetroffen wurde. Zusätzlich zu den bemalten Steinen wurden nun auch Hämatit- und Ockerstücke gefunden, die zur Farbherstellung verwendet wurden.
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