Verfolgung jüdischer Pathologen im Dritten Reich
Forschungsprojekt des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH. Zwei Drittel entschlossen sich zur Emigration. Rund 90 Prozent der Pathologen wurden aufgrund ihrer jüdischen Abstammung im Dritten Reich verfolgt. Dies ist Ergebnis eines Forschungsprojektes von Dominik Groß vom Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen und Team. Erstmals wurde in diesem Projekt die Personengruppe innerhalb der Medizin genauer betrachtet, Entrechtung, Vertreibung und Verfolgung systematisch untersucht - sowohl in der Zeitphase 1933 bis 1945 als auch in der Nachkriegszeit. Insgesamt konnten 89 entrechtete Pathologen ermittelt und in die Studie einbezogen werden. Grundlage waren Primärquellen aus zahlreichen Archiven sowie eine systematische Reanalyse der publizierten Sekundärliteratur zur Geschichte der NS-Medizin.




