Stiftungsprofessur an der RWTH erforscht die akustische Umwelt
HEAD-Genuit Stiftung fördert Verfahren zur Eindämmung von Lärmbelästigungen. Die akustische Umwelt beeinflusst kognitive Leistung und subjektives Wohlbefinden. Dabei kann der auditive Input relevant, wie die Äußerungen eines Gesprächspartners, oder auch irrelevant sein, wie bei konzentriertem Arbeiten mit Hintergrundmusik. Die von der HEAD-Genuit Stiftung geförderte Stiftungsprofessur "Psychologie mit dem Schwerpunkt Auditive Kognition" der RWTH Aachen unter Leitung von Professorin Sabine Schlittmeier erforscht, wie bestimmte kognitive Prozesse und Leistungen davon abhängen, wie die zu verarbeitenden Informationen gehört werden. Schlittmeier untersucht die kognitionspsychologische Modellentwicklung sowie anwendungsbezogene Fragen der kognitiven Ergonomie. Dazu gehören unter anderem die Optimierung von Assistenzsystemen, Mensch-Computer-Interaktionen oder Virtual Reality-Anwendungen. In Zusammenhang mit irrelevanten Hintergrundschallen wird des Weiteren untersucht, welche Schallcharakteristika für die Störung bestimmter kognitiver Leistungen verantwortlich sind und wie die Effektmuster modelltheoretisch erklärt werden können.

