RWTH-Experten begleiten den Aufbau in den Hochwassergebieten

Der Aachener Professor Holger Schüttrumpf ist ein Koordinator des wissenschaftlichen Begleitgremiums. Das BMBF stellt fünf Millionen Euro zur Verfügung.

 

Die umfangreichen Schäden an Infrastruktur, Gebäuden und Gesundheit stellen die Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die von den Hochwasserereignissen im Juli 2021 besonders betroffen sind, erfordern große Anstrengungen zur Wiederherstellung. Dabei unterstützen wird ein wissenschaftliches Begleit-gremium. Für das Gremium und für Forschungsprojekte stellt das BMBF rund fünf Millionen Euro aus Haushaltsmitteln zur Verfügung, damit der Aufbau mit wissenschaftlicher Begleitung optimal und zukunftsweisend gelingt. Diese Initiative des Bildungsministeriums wird finanziell unabhängig von den Mitteln, die Bund und Länder bereitstellen, realisiert.

In diesem ad-hoc eingesetzten Gremium arbeiten Forschende unterschiedlicher Einrichtungen und Fachdisziplinen zusammen. Sie vereinen Expertisen aus den Bereichen Stadtund Raumplanung, Hydrologie sowie Wasserbau und -wirtschaft, Gebäudetechnologie, Naturund Umweltrisiken sowie aus der Innovationsund Systemforschung. Die Koordination Übernehmen der RWTH-Experte für Wasserwirtschaft, Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf, und der Geograph und Raumplaner Prof. Dr.-Ing. Jörn Birkmann von der Universität Stuttgart.

Darüber hinaus ist die Initiative mit weiteren BMBF Förderprojekten verzahnt, so z. B. mit einem initiierten Projekt der zivilen Sicherheitsforschung, in dem insbesondere Fragen von Risikovorhersagen, Risikokommunikation sowie dem Risikound Katastrophenmanagement am Beispiel der Hochwasserereignisse im Juli 2021 bearbeitet werden. Aufbauend auf den gewonnenen Forschungsergebnissen sollen Verbesserungspotenziale für mögliche zukünftige Krisen aufzeigt werden, die perspektivisch durch die relevanten Akteure wie beispielsweise Hilfsorganisationen, Behörden mit Sicherheitsaufgaben, aber auch den Bürgerinnen und Bürgern um-gesetzt werden sollen. Eine Übertragbarkeit der Erkenntnisse auch auf andere Regionen sowie auf andere Krisenszenarien ist beabsichtigt.


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