RWTH Aachen erhält Förderung für zwei Forschungsprojekte zu Graphen

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Die RWTH Aachen konnte jetzt eine Förderung für zwei Projekte im Bereich „Graphen - Grundlagenforschung und Innovation" einwerben. FLAG-ERA, ein Netzwerk nationaler und regionaler Förderorganisationen in Europa, bewilligte die Projektanträge 2D-NEMS und TATTOOS. Die Hochschule erhält in den nächsten drei Jahren 680.000 Euro für ihre Forschungsarbeiten.

Im Projekt 2D-NEMS arbeiten die RWTH-Professoren Max Lemme und Christoph Stampfer gemeinsam mit Kollegen vom Royal Institute of Technology in Schweden und von Graphenea Semiconductor in Spanien. Ziel ist, das Potential von Heterostrukturen aus Graphen und anderen zweidimensionalen Materialien für die Realisierung von ultrakleinen und -empfindlichen Sensoren, wie beispielsweise Beschleunigungssensoren, zu erforschen. „Wir wollen verstehen, welche Kombination von 2D-Materialien für eine bestimmte Art von Sensoren besser funktioniert und warum. Vor allem wollen wir Prototypen realisieren, die für die Industrie von Interesse sein können", sagt Lemme, Inhaber des Lehrstuhls für Elektronische Bauelemente.

Im Projekt TATTOOS sind neben RWTH-Professor Christoph Stampfer vom Lehrstuhl für Experimentalphysik (Festkörperphysik) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Université catholique de Louvain in Belgien und dem Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Frankreich beteiligt. Eine der großen wissenschaftlichen Überraschungen des Jahres 2018 war, dass das zweilagige Graphen für bestimmte „magische" Verdrehungswinkel zwischen den beiden Schichten Supraleitung oder andere exotische Eigenschaften aufweisen kann. „In TATTOOS werden wir eine am CNRS entwickelte Technik verwenden, die es ermöglichen soll, den Winkel zwischen den Schichten mit der Spitze eines Rasterkraftmikroskops dynamisch zu drehen", erklärt Stampfer. Er ergänzt: „Typischerweise erfordert die Änderung des Winkels die Herstellung einer neuen Probe. Hätte man diesen Ansatz nicht schon an einem ähnlichen System demonstriert, würde ich nicht glauben, dass es funktionieren kann. Ich bin gespannt, welche neue Physik wir auf diese Weise erforschen können."

Lemme und Stampfer sind aktiv im Aachen Graphene & 2D Materials Center , einem Konsortium der RWTH und der AMO GmbH. „Die Tatsache, dass wir an zwei der neun in diesem Rahmen geförderten Projekte beteiligt sind, belegt den besonderen Stellenwert der Forschung hier in Aachen", sagt Stampfer, Sprecher des Aachen Graphene & 2D Materials Center.


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