Die Frucht des Noni-Baums ( Morinda citrifolia ) enthält giftige Säuren und wird dennoch von Fruchtfliegen der Art Drosophila sechellia als ausschließliche Nahrungsquelle genutzt und als Substrat für die Eiablage aufgesucht. [weniger]
Eine Vorstufe des Neurotransmitters Dopamin in den giftigen Früchten des Noni-Baumes erhöht die Fruchtbarkeit von Drosophila sechellia. Im Laufe der Evolution passen sich Tiere an verschiedenste Nahrungsquellen an - auch an giftige Pflanzen oder Früchte. Die treibenden Kräfte für solche Anpassungsmechanismen sind oft unbekannt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben jetzt herausgefunden, warum die Fruchtfliege Drosophila sechellia ausschließlich die giftigen Früchte des Noni-Baumes als Nahrungsquelle nutzt und für die Eiablage aufsucht. In den weiblichen Fliegen ist ein Gen mutiert, das zu einer verminderten Produktion von Eiern führt. Den Fliegen fehlt L-DOPA, eine Vorstufe des Hormons Dopamin, das die Fruchtbarkeit steuert. Die Noni-Frucht enthält große Mengen genau dieser Substanz.
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