Nicht ohne meine Mikroben

Nach dem Winter, spätestens im Mai und bis in den Juni hinein, können sie wieder
Nach dem Winter, spätestens im Mai und bis in den Juni hinein, können sie wieder in Massen auftreten und erste Blatttriebe von Eichen, Ahorn und Buchen befallen: Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani). Die Weibchen legen einmal im Jahr bis zu 30 Eier, woraus sich die Larven (Engerlinge) während einer drei- bis fünfjährigen Entwicklungszeit unterirdisch von Baumwurzeln ernähren. Hier eine Waldmaikäferlarve, die im Boden eine Karotte anfrisst. [weniger]
Comparative evaluation of the gut microbiota associated with the belowand above-ground life stages (larvae and beetles) of the forest cockchafer, Melolontha hippocastani . Waldmaikäfer profitieren auch nach Metamorphose von denselben bakteriellen Symbionten, die sie schon als Larve zuvor beherbergt haben In Mitteleuropa sind Waldmaikäfer nach dem Feldmaikäfer die zweithäufigste Art dieser Gattung und können besonders in Waldgebieten und auf Heideflächen erhebliche Schäden an Laubund Nadelbäumen anrichten. In ihrem Darm beherbergen sie Bakterien, um ihre holzige Nahrung, zum Beispiel Lignozellulose und Xylane, verdauen zu können. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie haben nun durch umfassende RNA-Analysen die Mikrobiota der von Wurzeln lebenden Larven sowie der aus den Larven hervorgegangenen, blattfressenden Käfer bestimmt. Erstaunlicherweise verbleiben im Darm der Käfer die meisten derjenigen Mikrobenarten, die schon in der Larve vorhanden waren - trotz Verwandlung (Metamorphose) von der Larve zum Käfer. Darunter befinden sich Clostridien sowie weitere, noch unbekannte Bakterienarten. Außerdem zeigte sich, dass die im Darm lebenden Bakterienarten nur zu einem sehr geringen Teil aus der Wurzeloder Blattnahrung stammen.
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