Das neue Transmissionselektronenmikroskop in der Materialwissenschaft. Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)
Materialwissenschaft erhält neues Spezial-Mikroskop Stellen Sie sich vor, Sie könnten mit bloßem Auge ein Sandkorn so vergrößern, dass es wie ein Gesteinsbrocken aussieht, der den Raum zwischen Jena und Erfurt vollkommen ausfüllt und mit 40 km Höhe den Mount Everest bei Weitem übersteigt. Das - grob vereinfacht - leistet das neue Transmissionselektronenmikroskop (TEM), das jüngst am Lehrstuhl für Metallische Werkstoffe der Universität Jena installiert worden ist. Es ist in der Lage, Auflösungen bis hin zu einzelnen Atomen zu erreichen. Atomdurchmesser liegen in der Größenordnung von rd. drei zehnmillionstel Millimetern (2 bis 4Å). Das neue Mikroskop erreicht eine Auflösung von 0,8 Ångström, was die direkte Abbildung nahezu aller Atomsorten ermöglicht ", freut sich Lehrstuhlinhaber Markus Rettenmayr. Das hohe Auflösungsvermögen wird durch eine Korrekturlinse (,,Aberrationskorrektor") erreicht, wodurch der unvermeidliche Abbildungsfehler der magnetischen Linsen, die den Elektronenstrahl formen, ausgeglichen wird.
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