Elektronik zur Beantwortung großer Menschheitsfragen
Wie ist unser Universum entstanden? Aus welchen kleinsten Bausteinen besteht unsere Welt? Und was hält sie im Innersten zusammen? Auf diese philosophisch anmutenden Fragen versucht die Teilchenphysik mit den Mitteln der exakten Wissenschaft Antworten zu geben. Dazu braucht sie Detektoren in der Größe von Mehrfamilienhäusern und die leistungsfähigsten Teilchenbeschleuniger der Welt. Das Flaggschiff dieser Super-Mikroskope ist der Large Hadron Collider LHC am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN in Genf, der seit Ende letzten Jahres erste Daten liefert. Dort werden Protonen mit Energien aufeinander geschossen, wie sie eine Billionstel Sekunde nach dem Urknall herrschten. Die Endprodukte dieser Kollisionen werden dann unter anderem mit dem CMS-Detektor vermessen, an dem Physiker der RWTH mitarbeiten. Da Beschleuniger und Detektoren sehr gut funktionieren, erwarten die Physiker, bereits im kommenden Jahr in bisher unerforschtes Neuland vorstoßen und dort umfassendere Antworten auf die eingangs genannten Fragen finden zu können. "Diese Detektoren funktionieren wie große Kameras", erläutert Professor Lutz Feld vom 1. Physikalischen Institut der RWTH: CMS zum Beispiel nimmt mit 100 Millionen sensitiven Elementen 40 Millionen extrem präzise Bilder pro Sekunde auf.


