40 Jahre Jocs Florals
40 Jahre Jocs Florals - Katalanische Blumenspiele in Tübingen. Vor vierzig Jahren war die Universität Tübingen für zwei Tage das Zentrum der katalanischen Kultur: Die Jocs Florals - ein jährlich stattfindender Dichterwettbewerb, der während der Francodiktatur im Exil stattfand und einen hohen symbolischen Wert für die Katalanen hatte, fanden erstmals in Deutschland statt und mehr als fünfhundert Exilkatalanen kamen in den Festsaal der Universität. Aus Anlass des Jahrestages findet nun am 27.Oktober 2010 am Romanischen Seminar der Universität Tübingen eine Veranstaltung mit Vorträgen und einem 'virtuellen' Dichterwettbewerb statt. Zu der Veranstaltung kommen der katalanische Literaturwissenschaftler Ricard Torrents und der Heidelberger Romanist Jens Lüdtke nach Tübingen, um über die Bedeutung der Tübinger Jocs Florals und des Tübinger katalanistischen Kreises der siebziger Jahre für Katalonien und die Katalanistik zu sprechen. Während in Katalonien während der Diktatur Francos die Entfaltung der katalanischen Literatur kaum möglich war, boten die Jocs Florals den Katalanen im Exil eine Möglichkeit, ihre Kultur und Literatur zu unterstreichen. Am Tübinger Romanischen Seminar, von wo die Initiative der Organisation ausging, war schon damals - einzigartig in Deutschland - das Katalanische am Lehrstuhl von Eugenio Coseriu und durch den Katalanischlektor Antoni Pous sowie durch später namhafte Katalanisten wie Johannes Hösle, Jens Lüdtke, Georg Kremnitz oder Brigitte Schlieben-Lange fest verankert.



